Autobahngebühren in Italien
 

Informatives zu Autobahngebühren in Italien




Wie in den meisten europäischen Ländern werden Autobahngebühren in Italien erhoben. Nur wenige Autobahnen in Italien können kostenlos genutzt werden, dazu zählen vor allem Strecken auf Sizilien. Autofahrer können jedoch leicht im Voraus erkennen, ob für eine Strecke eine Gebühr fällig wird. Befindet sich das Autobahnzeichen auf einem Schild mit grünem Hintergrund, so handelt es sich um eine mautpflichtige Autobahn. Bei blauem Hintergrund kann die Strecke kostenfrei befahren werden.

In der Regel berechnen sich die Autobahngebühren nach der zurückgelegten Strecke. Zu diesem Zweck ziehen Autofahrer bei der Einfahrt ein Ticket, welches sie an einem Ticketschalter an der jeweiligen Ausfahrt wieder abgeben. Akzeptiert werden unterschiedliche Zahlungsarten, dazugehört vor allem Bargeld, die Zahlung per Kreditkarte und das Telepasssystem, das automatisch jede Ein- und Ausfahrt auf eine Autobahn meldet. Alternativ kann auch über Guthabenkarten gezahlt werden, die auch außerhalb Italiens erhältlich sind. Bei der Ausfahrt sollten Autofahrer unbedingt darauf achten, sich beim richtigen Schalter einzureihen. Gut sichtbare Schilder verweisen dabei auf die jeweilige Zahlungsmöglichkeit. Wer sich versehentlich falsch einreiht, kann für große Verzögerungen sorgen. Steht ein Autofahrer beispielsweise an einem Kreditkartenschalter und verfügt über keine passende Karte, kommt er weder vorwärts noch rückwärts. Denn die Schranke bleibt in jenem Fall verschlossen, während sich hinter dem Fahrer in der Regel schon viele andere Autofahrer anstellen. Um einen fließenden Verkehr zu gewährleisten, sollten deshalb alle Autofahrer genau darauf achten, wo sie sich einreihen. Kommt es doch mal zu Problemen, kann über eine Taste das Kontrollpersonal gerufen werden.

Die Preise für die Nutzung italienischer Autobahnen mit einem durchschnittlichen Kleinwagen bewegen sich von knapp 10 Euro bis zu über 60 Euro, je nach zurückgelegter Strecke (Stand 2012). Eine Fahrt von Verona nach Rom kostet beispielsweise etwa 40 Euro (Stand 2012), wenn die kürzeste Autobahnverbindung genutzt wird. Bei einigen Autobahnen wird jedoch auch ein Pauschalbetrag berechnet. Ebenfalls wichtig für die Berechnung der Autobahngebühren ist das Fahrzeug selbst, wobei hier hauptsächlich die Anzahl der Achsen entscheidend ist. Selbst ein sehr kleiner Wagen fällt also in eine höhere Klasse, wenn ein Anhänger an ihm befestigt ist. Für größere zweiachsige Fahrzeuge, wie etwa Busse oder Lastkraftwagen, existiert ebenfalls eine eigene Klasse. Insgesamt gibt es fünf unterschiedliche Klassen, die vom Moped bis zum Truck mit mehreren Anhängern alle Fahrzeugtypen berücksichtigen.